Der Coachingblog


Selfie als ein Akt der Emanzipation?

Heute erschien bei  Zeit.de ein Artikel mit der klaren Aussage “Selfies sind ein Akt der Emanzipation”.

Das Fotografien und Selfies bei Identitätsfindungen und Außendarstellungen eine große Rolle spielen können, ist mittlerweile Allgemeingut. Die Autorin Teresa Brückner vertritt in Ihren Artikel eine außergewöhnlich positive Meinung über veröffentlichte Selfies.

Das mit dem Smartphone gemachte Selbstporträt, auch das nackte, hat wenig mit Selbstbespiegelung und viel mit Selbstbestimmung zu tun. Der von sich selbst fotografierte Akt ist ein Akt der Emanzipation – er dient der Deutungshoheit über das eigene Bild.

Sie unterstützt diese These mit den Hinweisen, dass auch viele “unvorteilhafte” Bilder bewusst veröffentlicht werden und schlägt dann den Bogen, dass die Selfies dazu dienen, die Deutungshoheit über die eigenen Bilder wieder zu bekommen – und zwar als Akt der Emanzipation.

Der grundsätzliche Gedanke dahinter stimmt natürlich, je mehr Bilder jemand selbst publiziert, desto eher steuert und kontrolliert dieser Mensch das eigene Bild nach Außen.
Ob dieses Verlangen nach Eigendarstellung durch Selfies aus dem Bedürfnis nach eigener Identität “Seht her, das bin ich”  oder aus einem fremdgesteuerten Druck nach einem bestimmten Image heraus entsteht, ist dem Selfie  nicht anzusehen.

Persönliche und intime Bilder, die während eines Coachings entstehen sind oft  gut gehütete Schätze und werden in der Regel nicht publiziert. Zum Beispiel weil sie eine verletzliche oder bisher verborgene Seite zeigen. Deshalb stimme ich der Aussage, dass Selfies die Deutungshoheit über das eigenen Bild gestalten zu. In dem Augenblick, in dem Selfies veröffentlicht werden spielen weitere Faktoren eine Rolle.

Selfies können ein Akt der Emanzipation sein, sie können aber auch genauso gut Teil der subjektiv empfundenen Notwendigkeit sein ein bewusstes Image aufzubauen, um äußeren Erwartungen gerecht zu werden.  Das wäre das Gegenteil von Emanzipation.

Der Verdienst der Autorin ist es, den unbestreitbaren vorhandenen positiven Bestandteil von Selfies zu betonen. Ihr Versäumnis, den sozialen Druck zur imagefördernden Selbstdarstellung zu negieren.

Social Media in der Kommunalpolitik

Vor einigen Monaten führte ich für einen Bildungsanbieter einen Workshop für Kommunalpolitiker durch. Es war eine spannende Erfahrung, den Paradigmenwechsel in der Kommunikation einer Zielgruppe nahe zu bringen, die sehr oft noch sehr traditionell denkt.

Die Skepsis gegenüber dem “Web 2.0″ war genauso groß, wie bei einigen Workshop mit der Berufsgruppe “Lehrer”. Die Notwendigkeit sich mit neuen Medien auseinander zu setzen war nicht sehr ausgeprägt.

Aufstellung – Wege aus der Krise

Einer der wenigen Filme über systemische Aufstellungsarbeit der der Vielschichtigkeit und auch der Kritik gerecht wird. Sehr sehenswert!  Die Ausstrahlung war am  20.11.2013 | 22.45 Uhr.

Der Film setzt sich mit dem Verfahren der Familienaufstellung auseinander. Die Grundthese lautet: viele Probleme, mit denen wir heute als Erwachsene nicht klarkommen, liegen gar nicht in der Gegenwart, sondern in der Familien-Geschichte jedes einzelnen vergraben. Die Autorin begleitet drei Teilnehmer mit Skepsis und journalistischer Neugierde durch den Prozess des Aufstellens mit imaginären Familienmitgliedern.

Zum SWR-Medienarchiv

Derailing für Anfänger

Jeder kennt es, irgendwie kommt eine Diskussion von eigentlichen Weg ab. Nach der zur Verfügung stehenden Zeit sind die eigenen Argumente nicht gesagt.  Es ging nicht einen Schritt weiter.

Dann war Ihr Diskussionsgegner erfolgreich im Derailing, im EntgleisenDerailment: englisch “Entgleisen”; eine Diskussion über ein Thema in eine Diskussion über ein anderes Thema umlenken/ablenken.

Sie möchten selbst derailien oder die Strategien des Gegners durchschauen? Dann ist die schöne deutsche Übersetzung des Orginalartikels über  Derailing für Sie lesenswert!.

Ausführlich werden die zentralen Derailing-Strategien erklärt:

  1. Wenn du es mir nicht erklärst, wie soll ich es dann verstehen?
  2. Wenn dich das wirklich kümmern würde, würdest du es mir erklären!
  3. Du bist feindselig!
  4. Aber das passiert mir auch!
  5. Du bist überemotional!
  6. Du bist übersensibel!
  7. Du genießt es doch, beleidigt zu sein!
  8. Beleidigt zu werden ist doch großartig für dich!
  9. Hast du nichts wichtigeres, womit du dich beschäftigen kannst?
  10. Du nimmst das zu persönlich!
  11. Es ist doch nur das Internet!
  12. Du bist nicht intellektuell genug / Du bist zu intellektuell!
  13. Du siehst das aus der falschen Perspektive!
  14. Du argumentierst mit Meinungen statt Fakten!
  15. Deine Erfahrung ist nicht repräsentativ!
  16. Wenn du nicht beweisen kannst, dass deine Erfahrungen weit verbreitet sind, glaube ich dir nicht.
  17. Ich glaube nicht, dass du so marginalisiert bist, wie du behauptest.
  18. Behandelt ihr euch nicht untereinander noch schlechter?
  19. Wenn es in Ordnung ist, dass Marginalisierte diese Worte benutzen, warum darf ich das nicht?
  20. Aber du bist anders als die anderen!
  21. Aber es stimmt doch!
  22. Ich kenne aber eine Person aus Deiner Gruppe, die das nicht so sieht!
  23. Ich erkläre nur, was andere sagen. Ich habe nicht gesagt, dass ich das so sehe.
  24. Ich sagte MANCHE Marginalisierten tun das, nicht ALLE.
  25. Es ist eine Verschwörung!
  26. Du verfolgst eine Agenda!
  27. A in Situation B ist nicht dasselbe wie X in Situation Y.
  28. Alles, was du kannst…
  29. Aber ich bin nicht so! Hör auf mich zu stereotypisieren!
  30. Du bist doch neidisch auf Privilegierte!
  31. Wer gewinnt Gold bei der Unterdrückungsolympiade?
  32. Du hast das falsche Bewusstsein!
  33. Du bist nicht teamfähig!
  34. Du hast die Beherrschung verloren, also muss ich dir nicht mehr zuhören!
  35. Du schadest der Sache mit Deiner Wut!
  36. Du bist genauso schlimm wie die!
  37. Überraschung! Ich habe die ganze Zeit Advocatus Diaboli gespielt!

Lesenswert für alle, die das nächste Mal Ihre Diskussion retten wollen.

Live Collaboration Blog ist offline.

Der Start des Jahres 2013 stand auf bei mir im Zeichen der Veränderungen. Mein  Live Online Collaboration Blog ist jetzt offline, ursprünglich war ein Umzug geplant, doch die Prioritäten haben sich inzwischen geändert.

Digitale Fotografie im Coaching

Vielen das ICF Chapter Rhein-Main für die Einladung zu Vortrag und den anregenden und netten Gespräche.

 

Informationen zum ICF-Rhein-Main und weitere Präsentationen auf Prezi.com

PS: Das Artikelfoto stammt nicht von Chapter-Vortrag,

In 4 Schritten zur Online Aufstellung

Um als Klient oder Teilnehmer an einer Online-Aufstellung teilnehmen zu können, müssen Sie die Software des LPScocoon in  insgesamt vier Schritten herunterladen und installieren.

Berufliche Orientierung

Hier finden Sie Beispiele für berufliche Fragestellungen und Ergebnisse aus meinen systemischen Coachings.

Überraschende Entscheidung

Im Rahmen der Aktion “Wundertüte” des innovativ.in Business Clubs möchte ich Ihnen helfen, in einer wichtigen beruflichen oder privaten Angelegenheit die bestehende Situation zu analysieren und/oder eine wichtige Entscheidung vorzubereiten.

Woran man einen guten Coach erkennt!

“Coaching ist kein Couching” lautet vor ein paar Tagen eine Artikelüberschrift bei Spiegel Online. Der Artikel thematisiert neben der Abgrenzung zur Therapie wieder einmal die schwierige Suche nach einem Coach. Der Artikel erhält eine nicht uninteressante Checkliste “Woran man einen guten Coach erkennt!”, die ich hier entsprechen kommentiere.

Visuelles Lernen – Thementisch

Im Rahmen des Wordcafés am 4. E-Learning Tag in Darmstadt betreute ich den Thementisch “Visuelles Lernen”. Hier nun ein kurzes Ergebnisprotokoll und ein paar fotografische Impressionen des abwechslungsreichen Tages.

Symbolsteine statt Holzfiguren

Aufstellungen auf einem Systembrett werden oft mit menschenähnlichen Figuren (manchmal auch Spielefiguren) durchgeführt. Für die nicht-therapeutische Arbeit im Coaching und in der Beratung besitzen Symbolsteine oder Symbolskulpturen erhebliche Vorteile.

Buchtipp: Systembrettaufstellungen

Aufstellung Buch Systemaufstellung

Aufstellung Buch Systemaufstellung

Auf der Suche nach Büchern über Aufstellungen oder Simulationen mit Systembretter bin ich vor einiger Zeit auf  “Aufstellungen mit dem Systembrett: Praxisbuch“von Wolfgang Polt gestossen.

Wolfgang Polt und Markus Rimser beschreiben in ihrem Werk von 2006 eine konkrete Handlungsanleitung für die Arbeit mit dem Systembrett. Das Buch ist weitaus mehr, als der Titel zunächst verheisst.

Buchtipp: Fotografie im Coaching

“Coaching ohne Visualisierung ist Zeitverschwendung” (Monica Marschall) und “Bilder sagen eben mehr als tausend Worte” (Sprichwort).

Fotografie im Coaching

Fotografie im Coaching

 

Zur Visualisierung von Systemen, Zusammenhängen, Fragestellungen und Entscheidungen eignen sich systemische Simulationen hervorragend. Doch welche Methode ist zur Visualiserung von Persönlichkeit und Persönlichkeitsentwicklung geeignet? Die Antwort ist so einfach wie genial: Die Fotografie!

Mal so richtig daneben liegen!

In Xing wird gerade intensiv über den richtigen Weg zur Neukundengewinnung gestritten. Der folgende Einwurf verleitete zu einer wunderbaren Liste von Fehleinschätzung technischer Neuerungen, die ich hier gerne wiedergebe.

Social Media ist nicht für jeden das Richtige und wird meiner Meinung nach überbewertet.

N.N. 2011

Immersives Social Media

Es gab heute eine interessante Diskussion auf Facebook.  Ja, Facebook gibt es auch noch! Die Diskussion drehte sich aber um einen fast vergessenen Veteranen: Second Life.  Sie wurde über die Qualitäten Second Lifes als Soziales Netz geführt. Bemerkenswert war die plastische Schilderung von Erik Kersting:

Quellen werden zu Geschichten und Gedanken

Storify erlaubt Inhalte aus den verschiedensten Web 2.0 Quellen zusammen zu führen. Damit ist es möglich sehr einfach Gedankengänge durch Quellen und Hinweise zu stützen und Argumentationen besser sichtbar zu machen.

Die Inhalte von Twitter, Facebook, YouTube, Slideshare, Links, RSS-Feeds, Google Sucheergebnisse und Flickr werden dabei nicht nur als Link, sondern als eingebetter Ausschnitt angezeigt. Diese erleichert das Verständnis und das Lesen der “Story” erheblich.

Tipps auf Trainerlinks

Trainerlinks von managerSeminare

Trainerlinks von managerSeminare

Eine schöne Überrraschung! Der managerSeminare Verlag hat bemerkt, daß mein Blog umgezogen ist und netterweise gleich drei neue Linktipps angelegt. Mein Gezwitscher ist sogar auch dabei.

Da fällt mir die Frage ein, sind Linkverzeichnisse mit Bewertungsfunktionen eigentlich schon Vorreiter auf dem Weg zum Web 2.0 gewesen oder aufgrund der reaktionellen Struktur immer noch Web 1.0?

Wie dem auch sei, hier die Links zu den Einträgen:

  1. Webseite: http://www.trainerlink.de/de/19902
  2. Weblog: http://www.trainerlink.de/de/19903
  3. Twitter: http://www.trainerlink.de/de/19904

 

Bilder markant einsetzen

Das Bilder eine ganze Folie einnehmen, ist fast schon Trend.  Diese Art der Foliengestaltung hat unbestritten ihre positive Wirkung. Aber was tun, wenn mehr Text notwendig ist? Den Text immer auf die linken Folienseite, und rechts das Bild? Oder gibt es ansprechende Alternativen?

Mobile Welt. Folien für Smartphones gestalten.

Immer mehr Präsentationen finden am Ende ihren Weg auf Smartphones. Deshalb stellt sich mittlerweile die Frage, wie sollen dort lesbare und erkennbare Folien für Smartphones gestaltet sein?

Es ist eigentlich ganz einfach: Die elemenentarste Regel “Weniger ist mehr!” ist bei der Foliengestaltung für Smartphones, die alles entscheidende Regel! Die kleinen Displays beschränken die Möglichkeiten erheblich, wie in der Beispielpräsentation zu sehen ist.

Prezi gekonnt nutzen

Über das eduBlog «Fremdsprachen und Neue Medien» von Hanspeter Fuellemann bin ich auf eine Präsentation mit einigen Grundsätze des Präsentierens mit Prezi aufmerksam geworden. Es wird auf die  Besonderheiten Prezis als auch auf  Unterschiede zur traditionellen Präsentation mit PowerPoint eingegangen .

Eine Blogger-Zwischenbilanz

Webcam sitzt auf Schulter

Der erste Themenschwerpunkt meines Blogs waren Webinare, Webkonferenzen und Live-Online-Training. Es gab viel über Technik, Methoden und die dynamische Branche zu berichten. Fragestellungen waren z.B. Wie können verteilte Teams besser arbeiten? Wie kann das klassische E-Learning-Selbstlern-Verständnis durch virtuelles Training erweitert werden?

Umzug des Weblogs

Das Live-Online-Collaboration-Blog zieht um!

Leider  wird die vielsprechende und 2005 von mir ausgewählte Blogsoftware LifeType nicht mehr wirklich weiterentwickelt, das Projekt dümpelt so vor sich hin. Deshalb steige ich auf WordPress um. Schließlich wollen ja auch Entwicklungen wie Social Media berücksichtigt werden.

Wie finden Sie einen Coach?

In der Wochenzeitung “Die Zeit” erschienen einige Artikel über das Thema Coaching. In einem werden hilfreiche  Fragen an einen Coach formuliert, die ich an dieser Stelle beantworte.

Teilnehmerstimmen

Hat Spaß gemacht und Anregungen vermittelt. Was will man mehr.

F. Garrelts (Teilnehmer)

Situationen im Voraus überblicken

Komplexe Systeme werden schon seit langer Zeit von Menschen simuliert. Mit Figuren werden Situationen aufgestellt, um einen besseren “Überblick” einer Situation zu bekommen und daraus Lösungen zu entwickeln.

Der erste Schritt zum Coaching

In einem ersten kostenfreien Gespräch geht es um das gegenseitige Kennenlernen, die Klärung der Ziele und des Auftrages.

Mein Selbstverständnis

Als Coach verstehe ich mich als Ihr Wegbegleiter auf Zeit in der Phase einer besonderen beruflichen oder persönlichen Herausforderung.

Publikationsverzeichnis

Hier finden Sie eine Liste meiner Artikel oder Interviews in Fachzeitschriften und Mitarbeit an Büchern.

Vorträge und Vorlesungen

Die zentralen Vortragsinhalte bilden die Chancen und Herausforderungen neuer Methoden und Technologien für die Aus- und Weiterbildung.

Was Coaching nicht ist!

Coaching ist keine Therapie, kein Training und keine Fachberatung. Was sind die Unterschiede?