Eine Blogger-Zwischenbilanz
Der erste Themenschwerpunkt meines Blogs waren Webinare, Webkonferenzen und Live-Online-Training. Es gab viel über Technik, Methoden und die dynamische Branche zu berichten. Fragestellungen waren z.B. Wie können verteilte Teams besser arbeiten? Wie kann das klassische E-Learning-Selbstlern-Verständnis durch virtuelles Training erweitert werden?
Logischerweise ging es sehr schnell auch um die Gestaltung von effektiven Besprechungen, guten trainergestützten Unterricht und moderne und innovative Formen der Präsentation und Visualisierung. Und dies nicht nur im virtuellen Raum. Dieser stellte sich nämlich sehr schnell als fokussierende Kraft bei Methoden- und Kompetenzfragestellungen heraus.
Mit dem Auftauchen Second Lifes als virtuelle 3D-Arbeits- und Lernumgebung entspann sich eine spannende und intensive Diskussion, um die Vorteile von 3D gegenüber der doch abstrakten 2D-Seiten-Methaphern-Webtechnologie. Schnell wurde klar, dass der Mehrwert von 3D nicht in einem dreidimensionalen Vortragssaal liegt, sondern neue Formen gefunden werden müssen.
Der Diskurs erweiterte sich dadurch auf Simulationen und Game Based Learning und der Fragestellung, wie Immersion und Gruppenarbeit besser genutzt werden können.
Second Life hat auch aus technischen Gründen den Weg in die Betrieb nicht geschafft. Die Impulse blieben. Die Stärke der Impulse kann man daran ersehen, daß dort das erste virtuelle deutschsprachige Barcamp stattfand und sich dort die erste virtuelle VHS erfolgreich etablierte. Und mindestens im internationalen Sprachunterricht ist Second Life bereits jetzt Teil einer “E-Learning” Infrastruktur. Erfolgreiche offene Akademien im Internet haben sich dagegen erst Jahre später etabliert, beziehungsweise gehen sie erst jetzt an den Start.
Die Entwicklung im Bereich Social Media gab dem ganzen nochmal einen Schub von der anderen Seite. Wir sind auf dem Weg zum Echtzeit-Internet. Das erste große deutschsprachige virtuelle Barcamp im Internet läuft gerade (Ich hoffe, die Initiatoren von Open Course 2011 verzeihen mir die Einordnung als Barcamp). Ach ja, Smartphones, Tablets, Internet, Simulationen, Social Media und Digitale Moderation halten Einzug in Präsenzveranstaltungen jeder Art. Noch eine Veränderung, die nicht zu unterschätzen ist.
Projektarbeit, indiviuelleres und kollaboratives Lernen, innovative Methoden z.B. Coaching, systemische Ansätze sind weitere Tendenzen die auf diese Entwicklung treffen. Es wird getestet, ergänzt, Neues geschaffen und scheinbar Unvereinbares miteinander verbunden. Im Hintergrund das Ziel des aufgeschlossenen Y-Menschen (Dueck) und die gewaltige Dynamik des Netzes und der digitalen Entwicklung.
Irgendwo in diesem Umfeld wird sich inhaltlich zukünftig mein Blog bewegen. Den genaue Schwerpunkt wird sich sicher noch herausbilden. Ein besserer Blogtitel als “Methoden und Medienblog” ist mir bis jetzt nicht eingefallen. Das wird sich ändern! Versprochen!






Diesen Kommentar habe ich über meinen Facebook Account geschrieben. Es scheint zu klappen. -)